Projekt des Bistums Trier im Karl Marx-Gedenkjahr 2018

LebensWert Arbeit

Durch Globalisierung und Deregulierung hat das Kapital  in der Neuzeit immer mehr an Macht gewonnen. Inzwischen werden auch der Mensch selbst und die menschliche Arbeitskraft als Kapital betrachtet und behandelt, als „Humankapital“.

Ein solches Denken betrachtet die Arbeit nahezu ausschließlich unter rein ökonomischen Perspektiven. Es sieht den Menschen als Homo oeconomicus und misst Arbeitskraft (ausschließlich oder in erster Linie) an Effizienz und Wachstum.

Wachsendes Unbehagen wahrnehmen & zur Sprache bringen

Zugleich wächst ein eher stilles Unbehagen an dieser Art und Weise des Wirtschaftens: „So kann es nicht weitergehen!“.

  • Die Menschen wünschen sich Arbeit, in der sie Sinn erleben;
  • sie suchen nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen im Unternehmen nicht nur eine Funktion sein, sondern in guter kollegialer Atmosphäre eine (mit)gestaltende Rolle spielen.

Das Projekt „LebensWert Arbeit“ will

  • auf der Grundlage der christlichen Sozialethik die immateriellen Werte der Arbeit für den Menschen sichtbar machen
  • den Arbeitsbegriff aus einer rein ökonomisch-materialistischen Engführung befreien
  • für das Thema sensibilisieren, Fragen aufgreifen, Interesse daran wecken, Arbeit und Wirtschaft neu zu denken
  • dem Lebens-Wert Arbeit Vorrang vor ökonomischen Werten einräumen

Mehr Perspektiven als nur die ökonomischen

Dabei wollen wir

  • den Lebens-Wert Arbeit mehr als (nur) ökonomisch bewerten (wie es auch Karl Marx mit eigenen Akzenten getan hat). Es geht um einen umfassenden humanen Begriff von Arbeit.
  • den Blick weiten auf den umfassenden Lebens-Wert von Arbeit (Ein solcher geweiteter Blick ist notwendig angesichts der langfristig fast überall eingeübten rein ökonomischen Betrachtungsweise von Arbeit)
  • sensibilisieren für ein integratives Verständnis von Ökonomie und Humanum, von materiellen und immateriellen Werten, von Effizienz und Kreativität. Statt Wirtschaft auf eine simple finanzgetriebene Mechanik zu reduzieren, verstehen wir sie umfassender: als Teil von Kultur rund um den „LebensWert Arbeit“